Ideenwettbewerb Ortsumgehung Enzisreute, Gaisbeuren (B 30neu)

Hinweis: Aktion beendet

Der Ideenwettbewerb ist abgeschlossen. Die Möglichkeit zur Einreichung von Vorschlägen bestand von 2005 bis 2025 und ist damit beendet. Die eingegangenen Beiträge dienten als Ideensammlung und Diskussionsgrundlage für die weitere fachliche und politische Auseinandersetzung mit den Ortsumgehungen Gaisbeuren und Enzisreute.

Nachdem die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg im Jahr 2022 die Planung aufgenommen und diese 2025 an die Ingenieurgesellschaft INGE B 30 OU E–G vergeben hat, übernahm diese die weitere Planung einschließlich der Bürgerbeteiligung. Im Jahr 2026 startete die offizielle Projektwebsite unter www.b30-enzisreute-gaisbeuren.de
 

Was war der Ideenwettbewerb?

Der Ideenwettbewerb diente der Sammlung von Vorschlägen aus der Bevölkerung für die Vorplanung der Ortsumgehungen Gaisbeuren und Enzisreute. Darüber hinaus konnten auch Ideen für den gesamten Streckenabschnitt vom Egelsee bis Biberach-Jordanbad eingebracht werden, was jedoch nicht erfolgte.

Ziel war es, allen Interessierten frühzeitig die Möglichkeit zu geben, sich mit eigenen Vorschlägen an der Gestaltung der Ortsumgehungen zu beteiligen. Angestrebt wurde ein Trassenverlauf, mit dem möglichst viele Betroffene – darunter Anwohner, Landwirte sowie Umweltverbände wie BUND und NABU – weitestgehend einverstanden sein können. Eine Lösung, mit der alle uneingeschränkt zufrieden sind, ist realistisch nicht erreichbar. Im Kern standen daher zwei Alternativen gegenüber: den bestehenden Zustand beizubehalten, trotz weiter zunehmender Verkehrsbelastung, oder gemeinsam nach der bestmöglichen Lösung zu suchen.

Zur Gesamtbetrachtung gehörte auch die neue L 285-Ortsumgehung Reute. Die offizielle Planung sollte zu einem späteren Zeitpunkt durch das Regierungspräsidium Tübingen erfolgen. Mittlerweile ist dieses Vorhaben aus dem Generalverkehrsplan des Landes Baden-Württemberg ersatzlos gestrichen worden.
 

Warum ein Ideenwettbewerb?

Der Neu- und Ausbau der B 30 vom Ausbauende beim Egelsee bis Biberach-Jordanbad war im zum damaligen Zeitpunkt gültigen Bundesverkehrswegeplan lediglich im sogenannten „Weiteren Bedarf“ eingestuft und besaß kein Planungsrecht. Projekte dieser Kategorie durften nach Auffassung der damaligen rot-grünen Bundesregierung von der Straßenbauverwaltung nicht geplant werden. Dies betraf auch die Ortsumgehungen Enzisreute und Gaisbeuren.

Der Bundesverkehrswegeplan befand sich seinerzeit in Überarbeitung; bis 2015 war ein neuer Plan vorgesehen. Ziel des Ideenwettbewerbs war es, durch frühzeitige Bürgerbeteiligung die Voraussetzungen für eine Hochstufung in den „Vordringlichen Bedarf“ zu verbessern. Dagegen gab es Widerstand seitens der Grünen, der letztlich erfolglos blieb. Auch nach einer möglichen Einstufung wäre jedoch mit einer Planungsdauer von voraussichtlich rund 20 Jahren zu rechnen gewesen.

Eine breite Beteiligung der Bürgerschaft sollte dazu beitragen, Konflikte frühzeitig zu erkennen, lokale Einigungen zu erzielen und damit die Erfolgsaussichten im Bundesverkehrswegeplan zu erhöhen. Da dieser in der Regel nur alle 10 bis 15 Jahre fortgeschrieben wird, bestand besonderer Handlungsdruck. Der damals gültige Bundesverkehrswegeplan stammte aus dem Jahr 2003.
 

Wer konnte teilnehmen?

Teilnehmen konnte jede interessierte Person. Vorschläge konnten in Form von Plänen und erläuternden Texten per E-Mail an info@b30-oberschwaben.de eingereicht werden.